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Professor Erich Krautz-Preisträger 2010: Martin Eckstein


Dr. Martin Eckstein

Für den Krautz-Preis nominiert wurde Martin Eckstein für seine herausragenden theoretischen Untersuchungen von stark korrelierten Modellsystemen außerhalb des thermodynamischen Gleichgewichts. Unter anderem untersuchte er anhand des Hubbard-Modells, wie sich Vielteilchensysteme zeitlich entwickeln, wenn zum Beispiel die Wechselwirkung zu einen bestimmten Zeitpunkt "eingeschaltet" wird. Seine im Jahr 2009 abgeschlossene Dissertation mit dem Titel "Theory of correlated systems out of equilibrium" wurde mit der Bestnote "summa cum laude" bewertet, ebenso seine Leistung in der mündlichen Prüfung. "Es ist selten, dass ein junger Theoretiker mit derartiger Originalität und technischem Können in theoretisch-physikalisches Neuland vordringt", so die Einschätzung seines Betreuers, Prof. Dr. Dieter Vollhardt.

Martin Eckstein, geboren am 4. Dezember 1979 in Augsburg, studierte von 2000 bis 2006 Physik im Diplomstudiengang. Schon seine Diplomarbeit, die er 2005-2006 am Lehrstuhl Vollhardt anfertigte, war einem "korrelierten" Thema gewidmet; sie trägt den Titel "The frustrated Hubbard model on the Bethe lattice - an investigation using the self-energy functional approach".

Nach einer zweijährigen Postdoc-Zeit an der ETH Zürich leitet Martin Eckstein inzwischen (seit Oktober 2011) eine Max-Planck-Forschungsgruppe, die am Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) in Hamburg angesiedelt ist.