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Professor Erich Krautz-Preisträger 2011: Markus G. R. Sause


Dr. Markus Sause

Mit der Verleihung des Krautz-Preises würdigen die Stiftung der Universität Augsburg und das Institut für Physik Markus Sause's hervorragenden Forschungsarbeiten, die einen grundlegenden Beitrag für das Feld der Schallemissionsanalyse liefert und insbesondere bahnbrechend für Erforschung der Schallemission von faserverstärkten Materialien ist.

Entscheidend für die Verbesserung von hybriden Materialien, wie z. B. kohlenstofffaserverstärkte Kunststoffe (CFK), ist die Entwicklung neuer Materialien, Bauweisen und Fertigungstechnologien. Das volle Potential lässt sich dabei aber nur ausspielen, wenn eine gesicherte Versagensvorhersage getroffen werden kann. Hier bietet die Schallemissionsanalyse einzigartige Möglichkeiten, um während der Belastung eines Bauteils eine Aussage über den Schädigungsfortschritt zu treffen.

cfk

Für diesen Zweck hat Markus Sause auf experimenteller Seite methodische Verfahren entwickelt, um eine Unterscheidung bestimmter Versagensmechanismen zu ermöglichen. Im Rahmen der Arbeit wurde ein neuer Ansatz für parameterbasierte Mustererkennung erarbeitet und in der Anwendung auf Faserverbundwerkstoffe etabliert. Hierbei wird in einem automatisierten Prozess ein Bewertungsschema durchlaufen, welches ohne vorherige Annahmen über die Struktur des Datensatz eine optimale Einteilung der Signale vornimmt. Dadurch können im nächsten Schritt diese Signalklassen durch Verwendung von Mikroskopie oder Finite-Elemente-Simulationen mit bestimmten Schadensmechanismen in Faserverbundwerkstoffen korreliert werden. Dazu werden erstmalig innerhalb eines eigens entwickelten Softwareprogramms gemittelte Frequenz-Zeit Diagramme errechnet und für die Korrelation verwendet.

Um ein tiefergehendes Verständnis der Aussagekraft von akustischen Wellen über die Vorgänge im Material zu erreichen, wurden innerhalb der Dissertation auch neue Ansätze zur Modellierung von Schallemissionsquellen verfolgt.