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Modulhandbuch Bachelor Materialwissenschaften, allgemeiner Teil


Bachelor of Science 'Materialwissenschaften'
Modulhandbuch (allgemeiner Teil)
Stand: 6. Juli 2011 (Beschluss des Fakultätsrats)

I. Zielsetzung und Profil

Der Bachelorstudiengang Materialwissenschaften ist wissenschaftsorientiert. Er vermittelt die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Materialwissenschaften, insbesondere in Physik und Chemie, sowie grundlegende praktische Fertigkeiten. Die Studierenden werden an moderne Methoden der Materialforschung herangeführt. Der Studiengang zielt auf eine möglichst breite materialwissenschaftliche Ausbildung und eine dadurch bedingte Berufsbefähigung ab. Diese wird durch eine begrenzte fachliche Schwerpunktsetzung und die Vermittlung von Grundkenntnissen in Mathematik sowie ein verpflichtendes Industriepraktikum unterstützt.

Der Bachelorabschluss bildet einen ersten berufsbefähigenden Abschluss des Studiums der Materialwissenschaften. Durch den Bachelorabschluss wird festgestellt, dass die wichtigsten Grundlagen des Fachgebiets beherrscht wer­den und die für einen frühen Übergang in die Berufspraxis notwendigen grundlegenden Fachkennt­nisse erworben wurden.

Der Bachelorstudiengang Materialwissenschaften besteht aus fol­genden Modulgruppen. Die jeweils zu erbringenden Leistungspunkte (LP) und die jeweiligen Semesterwochenstunden (SWS) sind in Klammern angegeben.

  1. Kernfach Experimentalphysik (34 SWS, 46 LP)
  2. Kernfach Theoretische Physik (10 SWS, 14 LP)
  3. Industriepraktikum(8 Wochen, 6 LP)
  4. Kernfach Mathematik (16 SWS, 22 LP)
  5. Kernfach Chemie (26 SWS, 34 LP)
  6. KernfachMaterialwissenschaften (34 SWS, 46 LP)
  7. Bachelorarbeit (3 Monate, 12 LP)

Die Gesamtzahl der zu erbringenden Leistungspunkte beträgt 180.

Folgende fachlichen und sozialen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen sind für die Berufsqualifizierung der Bachelorabsolventen/-absolventinnen wesentlich:

  • Sie besitzen fundierte fachliche Kenntnisse der naturwissenschaftlichen Grundlagen der Materialwissenschaften, gute Kenntnisse der Mathematik (im Hinblick auf ihre Anwendung auf naturwissenschaftliche Fragestellungen) sowie grundlegende praktische Fertigkeiten der modernen Materialforschung. Auf der Basis dieser Kenntnisse sind sie in der Lage, Zusammenhänge zwischen verschiedenen materialwissenschaftlichen Fragestellungen herzustellen.
  • Grundsätzlich sind sie dazu befähigt, anspruchsvolle Aufgabenstellungen, deren Bearbeitung über die schematische Anwendung existierender Konzepte hinausgeht, zu analysieren und zu bearbeiten. Sie kennen eine breite Palette von materialwissenschaftlichen Methoden und Arbeitstechniken und sind befähigt, diese zweckentsprechend und dem jeweiligen Problem angemessen einzusetzen.
  • Sie besitzen ein grundlegendes Verständnis für die Auswirkungen ihrer Tätigkeit als Materialwissenschaftler/-in auf die Gesellschaft und insbesondere die Umwelt und sind sich ihrer diesbezüglichen Verantwortung bewusst.

  • Sie sind in der Lage, sowohl ihre eigenen Ergebnisse als auch generell Fragestellungen der modernen Materialforschung angemessen zu präsentieren und zu kommunizieren, sowohl im Kreis von Fachkollegen als auch gegenüber der breiteren Öffentlichkeit.
  • Sie sind befähigt, in den verschiedensten Gruppen zu arbeiten und Projekte aus unterschiedlichen Bereichen zu organisieren und durchzuführen. Sie sind mit den Lernstrategien vertraut, die sie dazu befähigen, ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen kontinuierlich zu ergänzen und zu vertiefen.
  • Sie sind auf den flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Berufsfeldern vorbereitet, insbesondere auch auf die Arbeit in einem betrieblichen bzw. wissenschaftlichen Umfeld. Sie sind grundsätzlich zur Aufnahme eines entsprechenden Masterstudiums geeignet.

Soziale Kompetenzen werden überwiegend integriert in den Fachmodulen erworben, z. B. Teamfähigkeit im Übungsbetrieb und in den Praktika und Projektorganisation während der Abschlussarbeit.

II. Offizielle Dokumente

Der Bachelorstudiengang Materialwissenschaften wurde zum Wintersemester 2000/01 eingerichtet. Die aktuelle Prüfungsordnung wurde am 5. Juli 2006 genehmigt und bekannt gegeben; sie trat zum 1. Oktober 2006 in Kraft. Die Prüfungsordnung ist in der Rechtssammlung der Universität zu finden.