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Ziele und Profil


Bachelor of Science 'Physik'
Prüfungsordnung vom 13. Juli 2016

Modulhandbuch (allgemeiner Teil)

Zielsetzung und Profil

Der Bachelorstudiengang Physik ist wissenschaftsorientiert und vermittelt die theoretischen und experimentellen Grundlagen und insgesamt eine breite Allgemeinbildung in Physik. Die Studierenden werden an moderne Methoden der Forschung herangeführt. Der Studiengang zielt auf eine möglichst breite Physikausbildung und eine dadurch bedingte Berufsbefähigung. Diese wird durch eine begrenzte fachliche Schwerpunktsetzung und die Vermittlung von Grundkenntnissen in Mathematik und in einem Nebenfach unterstützt.

Der Bachelorabschluss bildet einen ersten berufsbefähigenden Abschluss des Studiums der Physik. Durch den Bachelorabschluss wird festgestellt, dass die wichtigsten Grundlagen des Fachgebiets beherrscht werden und die für einen frühen Übergang in die Berufspraxis notwendigen grundlegenden Fachkenntnisse erworben wurden.

Der Bachelorstudiengang Physik besteht aus 12 Modulgruppen. Die jeweils zu erbringenden Leistungspunkte (LP) sind im Folgenden in Klammern angegeben. Die Gesamtzahl der zu erbringenden Leistungspunkte beträgt 180. Es ist das Nebenfach Chemie oder das Nebenfach Informatik zu wählen.

  1. Experimentalphysik
    1. Experimentalphysik - Grundlagen (16 LP)
    2. Experimentalphysik - Vertiefung (50 LP)
  2. Theoretische Physik (32 LP)
  3. Wissenschaftliches Arbeiten und Präsentieren
    1. Seminar (4 LP)
    2. Numerische Verfahren (6 LP)
    3. Arbeits- und Präsentationstechniken (4 LP)
    4. Soft-Skills (2 LP)
  4. Mathematik
    1. Mathematik - Konzepte (16 LP)
    2. Mathematik - Analysis (16 LP)
  5. Chemie
    1. Nebenfach Chemie - Grundlagen (16 LP)
    2. Nebenfach Chemie - Praktikum (6 LP)
  6. Informatik
    1. Nebenfach Informatik - Grundlagen (16 LP)
    2. Nebenfach Informatik - Vertiefung (6 LP)
  7. Abschlussleistung (Bachelorarbeit und Kolloquium, 12 LP)

Folgende fachlichen und sozialen Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen sind für die Berufsqualifizierung der Bachelorabsolventen/-absolventinnen wesentlich:

  • Sie besitzen fundierte fachliche Kenntnisse der theoretischen und experimentellen Grundlagen der Physik, sehr gute Kenntnisse der Mathematik (im Hinblick auf ihre Anwendung auf naturwissenschaftliche Fragestellungen) sowie Grundlagenkenntnisse in einem Nebenfach (Chemie oder Informatik). Auf der Basis dieser Kenntnisse sind sie in der Lage, Zusammenhänge zwischen verschiedenen naturwissenschaftlichen Phänomenen herzustellen.

  • Grundsätzlich sind sie dazu befähigt, anspruchsvolle Aufgabenstellungen, deren Bearbeitung über die schematische Anwendung existierender Konzepte hinausgeht, zu analysieren und zu bearbeiten. Sie kennen eine breite Palette von theoretischen und experimentellen Methoden und Arbeitstechniken und sind befähigt, diese zweckentsprechend und dem jeweiligen Problem angemessen einzusetzen. Sie sind in der Lage, komplizierte Sachverhalte zu modellieren und die entsprechenden Gleichungen ggf. zu simulieren. Sie sind mit den Grundsätzen guter wissenschaftlicher Praxis vertraut.

  • Sie besitzen ein grundlegendes Verständnis für die Auswirkungen ihrer Tätigkeit als Physiker oder Physikerin auf die Gesellschaft und insbesondere die Umwelt und sind sich ihrer diesbezüglichen Verantwortung bewusst.

  • Sie sind in der Lage, sowohl ihre eigenen Ergebnisse als auch generell Fragestellungen der modernen Physik angemessen zu präsentieren und zu kommunizieren, sowohl im Kreis von Fachkollegen als auch gegenüber der breiteren Öffentlichkeit.

  • Sie sind befähigt, in den verschiedensten Gruppen zu arbeiten und Projekte aus unterschiedlichen Bereichen zu organisieren und durchzuführen. Sie sind mit den Lernstrategien vertraut, die sie dazu befähigen, ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen kontinuierlich zu ergänzen und zu vertiefen.

  • Sie sind auf den flexiblen Einsatz in unterschiedlichen Berufsfeldern vorbereitet, insbesondere auch auf die Arbeit in einem betrieblichen bzw. wissenschaftlichen Umfeld. Sie sind grundsätzlich zur Aufnahme eines entsprechenden Masterstudiums geeignet.

  • Soziale Kompetenzen werden überwiegend integriert in den Fachmodulen erworben, zum Beispiel Teamfähigkeit im Übungsbetrieb und in den Praktika und Projektorganisation während der Abschlussarbeit.

Der Bachelorstudiengang Physik wurde zum Wintersemester 2006/07 eingerichtet. Die neue Prüfungsordnung wurde am 06.07.2016 von der Erweiterten Universitätsleitung beschlossen sowie am 13.07.2016 genehmigt und bekannt gegeben; sie tritt am 01.10.2016 in Kraft. Die Prüfungsordnungen sind in der Rechtssammlung der Universität zu finden.


Rückfragen? Bitte wenden Sie sich an den/die Vorsitzende/n des zuständigen Prüfungsausschusses.

Prof. Dr. U. Eckern, Studiengangsbeauftragter